Moorhütte-200 Jahre Ziegelbrennen

Irmgard Deike-Wiemann, die letzte lebende Zeitzeugin aus der Besitzerfamile der Moorhütte und ihr Ehemann Prof. Günter Wiemann, begannen irgendwann die Geschichte der einst größten Braunschweiger Ziegelei aufzuschreiben, beide sind schon längst über 80.

Der Verleger Friedrich Vieweg, nach dem in Braunschweig ein ganzer Stadtteil benannt ist, erwarb bereits vor 211  Jahren ein Grundstück in Volkmarode, auf dem er eine Ziegelhütte errichten ließ. Der Grund: Er benötigte genügend Mauersteine, um ohne Verzögerungen sein Haus am Burgplatz zu bauen. Im fünf Jahre später fertig gestellten Vieweg-Haus befindet sich heute das Landesmuseum

Doch nicht nur für Neubürger, auch für heimatgeschichtlich Interessierte ist diese hoch interessante Broschüre entstanden. Die gezinnte Ziegelmauer im Volkmaroder Wappen weist auf zweierlei hin: zum einen auf die Burgstelle Borgwohl, an der einst eine Burg der Marschälle von Volkmarode gestanden hat, zum anderen auf die Ziegelei Moorhütte, die rund zwei Jahrhunderte lang bis in die neuere Zeit hinein zahlreichen Einwohnern, Arbeit und Brot gegeben hat.