Volkmarode bis zur Nachkriegszeit

Die ersten Einfamilienhäuser entstanden 1938 in den Siedlungen Wolfskamp, Finkenkamp und am Grenzweg. In den Jahren vor Beginn des Zweiten Weltkrieges existierten noch 12 landwirtschaftliche Vollerwerbshöfe im Dorf und 16 Anbauer bewirtschafteten nebenberuflich ihre zwei oder vier Hektar Eigen- oder Pachtland. Der Ort hatte nun 716 Einwohner. Während des zweiten Weltkrieges kam Volkmarode trotz der schweren Bombenangriffe relativ unbeschadet und ohne Menschenopfer davon. Am 12. April 1945 erfolgte der Einzug der Amerikaner.In den Nachkriegsjahren des Zweiten Weltkrieges zog es viele Familien in ein eigenes Siedlungsheim am Stadtrand. Zwischen dem alten Dorf und der Stadtgrenze entstanden neue Wohnsiedlungen beiderseits der verkehrsreichen Bundesstraße - Berliner Heerstraße. Die alte Dorfkirche ist abseits der lärmenden Heerstraße, auf von der Eiszeit geprägter Anhöhe, zu finden. Verblieben im Ort sind zwei Hofstellen, die landwirtschaftlich bewirtschaftet werden und die ihre Rentabilität teilweise mit Pferdepension verbessern. Viehzucht, Milchwirtschaft und Schweinemast sind hier nicht mehr zu finden.

Gebietsreform

Starke Veränderungen auf verwaltungspolitischem Gebiet hat die Gebietsreform für die Stadt Braunschweig gebracht. Am 28. Februar 1974 wurde der Landkreis Braunschweig, der die Stadt Braunschweig seit 1832 umgeben hatte, aufgelöst. Am 1. März 1974 wurden 22 Gemeinden durch das Gesetz über die Niedersächsische Verwaltungs-und Gebietsreform der Stadt Braunschweig zugeordnet. Noch vor der Eingemeindung in die Großstadt beauftragte die politisch selbständige Gemeinde Volkmarode den Neubau des Feuerwehrhauses am Ziegelkamp und in Zusammenarbeit mit dem neugegründeten Schulzweckverband den Bau des Schulzentrums Volkmarode am Seikenkamp. Nach der Eingemeindung gehörte Dibbesdorf und Schapen dem Ortsteil Braunschweig-Volkmarode an, der wie alle eingegemeindeten Ortsteile einen Ortsrat hatte. Dieser Ortsrat konnte zu einem kleinen Teil die Arbeit der einstigen Gemeinderäte fortführen. Dass sowohl die Ortschaft als auch der Stadtbezirk den Namen Volkmarode tragen, kann zu Irritationen führen.

Nach der Auflösung des Landkreises wurde bis zur Kommunalwahl am 09. Juni 1974 ein Interims-Ortsrat eingesetzt mit Walter Stephan (SPD) aus Volkmarode als Ortsbürgermeister an der Spitze. Die Kommunalwahl ergab dann eine absolute Mehrheit für die CDU, die Ernst Brockow aus Dibbesdorf an die Spitze des Ortsrates wählte. Ernst Brockow übte das Amt als Ortsbürgermeister bzw. als Bezirksbürgermeister bis zu seinem Tod im Jahr 1989 aus. Als Nachfolger wurde Horst Schmidt (CDU) aus Schapen gewählt, der das Amt bis heute innehat. Insbesondere ist die erfolgreiche Mitwirkung des Stadtbezirksrates bei den Bebauungsplänen für das Baugebiet „Volkmarode-Nord“ sowie bei der baulichen Erweiterung der Grundschule Volkmarode hervorzuheben.

Wald und Wiesen der Gemarkung stehen zu großen Teilen unter Natur- und Landschaftsschutz. Volkmaroderinnen und Volkmaroder schätzen die landschaftlich reizvolle Umgebung, die Infrastruktur am Ort und die guten Verkehrverbindungen zur Innenstadt.