Urgeschichte

Das Jahr der schriftlichen Erstnennung von Volkmarode markiert nicht den Zeitpunkt seiner Gründung, schon gar nicht aber den Beginn der Besiedlungsgeschichte in seiner Feldmark, so wird auch Volkmarode zum Zeitpunkt seiner Ersterwähnung schon mehrere Jahrhunderte oder länger bestanden haben, darüber berichten aber keine Schriftquellen da diese erst vor 850 Jahren einsetzen. Die Gemarkung weist Funde auf, die eine Anwesenheit des Menschen seit dem Ende des Paläolithikums belegen. Werkzeuge; Waffen, viele Mikrolithen, Schaber, Bohrer bezeugen das Jäger und Sammler bereits vor mehr als 10000 Jahren unsere Feldmark durchstreiften.

Indogermanische Völkerstämme brachten im 2.Jahrtausend v.Chr. das Wissen über die Verschmelzung von Kupfer mit Zinn zu Bronze und das gezähmte Pferd in unsere Landschaft. Germanen im weiteren Umfeld von Volkmarode siedelten Chauken, Langobarden, Hermunduren, Cherusker, und Angrivarier- und seit dem 4/5. Jh. n. Chr. die sächsischen Ostfalen an der Schunter und Sandbach. So wurden auf dem heutigen Gebiet von Volkmarode an mehreren Stellen Spuren steinzeitlicher Siedlungen festgestellt. In den Jahren 1930-1939 führte der damalige Lehrer und Heimatforscher Heinrich Daues mit seinen Schülern regelmäßig Begehungen und kleinere Grabungen in der Gemarkung durch, die zahlreiche ur- und frühgeschichtliche Funde erbracht haben.  

Flintdolch

Zu den eindrucksvollsten Fundstücken, zählt ein aus Feuerstein gefertigter Flintdolch, der sich heute im Besitz des Braunschweigischen Landesmuseums Abt. Vor- und Frühgeschichte befindet. Zahlreiches Fundmaterial, das Daues bis 1939 an das Haus der Vorzeit, Staatliches Museum für Vorgeschichte Braunschweig abgab, wurden durch Kriegseinwirkung zerstört. Des weiteren wurden am „Hüttenweg“ (heute Kruseweg) an der „Schafbade“ und am „Borwall“ zahlreiche Feuersteinfunde und Urnenfelder um 1890, in unmittelbarer Nähe des Feuerwehrgebäudes entdeckt, die auf eine längere Besiedlungszeit hinweisen. Des weiteren wurde dies frühgeschichtliche Erddenkmal dass das Gebiet des früheren „Burgwalles“, heute „Schafbade“, im Jahre 1947 zum Naturschutzgebiet erklärt. Der im Jahre 1995 aus dem Rahmenplan entwickelte Entwurf eines Bebauungsplanes für das Baugebiet Volkmarode-Nord sieht vor das Gebiet der Schafbade zur Bebauung freizugeben.